Ursula Schwarzmann - Beratung und Begleitung in persönlichen und beruflichen Veränderungsprozessen

Methoden-Kurzinhalte

  1. Coaching
  2. Energetische Psychologie (EFT/MET)
  3. GFK – Gewaltfreie und wertschätzende Kommunikation
  4. Klientenzentrierte Gesprächstherapie (GT)
  5. Lösungsorientierte Kurzzeittherapie
  6. NLP – Neuro-Linguistische-Programmierung
  7. Provokative  Therapie/Stil
  8. Visual Facilitating
  9. Voice Dialogue

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1. Coaching

Der Begriff Coaching stammt vom englischen „to coach“ (beraten, betreuen, trainieren) und bezeichnet den Prozess der Entwicklung von Fertigkeiten (Skills) im Sport, im Beruf und im Privaten.

Sprachlich geprägt ist der Begriff “Coaching” durch seine Verwendung im Sport. In der heutigen Bedeutung umfasst er eine oft längerfristige Beratung bei der Entwicklung und Umsetzung von persönlichen Zielen und Perspektiven einschließlich Unterstützung zur eigenständigen Bewältigung von Veränderungen. Damit können Selbstmanagement und Umsetzungskompetenzen gefördert werden.

Coaching gilt auch als wichtige Führungskompetenz zur Entwicklung der Leistungsfähigkeit und Motivation von Mitarbeitern.

2. Energetische Psychologie  

EFT (Emotional Freedom Techniques) oder auch als MET (Meridian-Energie-Techniken) bekannt, ist eine Methode der energetischen Psychologie, die als Selbsthilfe-Instrument und als therapeutisches Verfahren auch mit anderen Methoden kombiniert sehr gute Ergebnisse zeigt.

EFT/MET ist eine Form von psychologischer Klopfakupunktur, d.h. ohne den Einsatz von Nadeln wird der Energiefluss der Meridiane (Energiebahnen des Körpers), welcher durch bestimmte Ereignisse oder Traumata beeinträchtigt wurde, wieder freigeschaltet, um psychischen Stress und negative Emotionen aufzulösen. Es ist nicht notwendig, dass die Ursache des Problems bekannt ist; EFT/MET ist lösungsorientiert. Das Nervensystem muss nicht länger blockiert bleiben mit alten, unangenehmen Erinnerungen und lernt schnell neue Verhaltensweisen.

EFT/MET eignet sich zur Auflösung von Ängsten, Phobien, Emotionen wie Ärger, Wut, Schuldgefühlen, Stress und Eifersucht. Auch körperliche oder psycho-somatische Beschwerden, wie beispielsweise Migräne, Schlafstörungen und Suchtprobleme können entlastend bearbeitet werden. Dies geschieht häufig in einer einzigen Therapiestunde und die Ergebnisse sind von Dauer.

3. GFK – Gewaltfreie und wertschätzende Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg

Die gewaltfreie Kommunikation (GfK) ist ein Konzept, das von Dr. Marshall B. Rosenbergentwickelt wurde. Es soll Menschen ermöglichen, so miteinander umzugehen, dass der Kommunikationsfluss langfristig zu mehr Vertrauen und Freude am Leben führt. GfK kann in diesem Sinne sowohl bei der Alltags-Kommunikation als auch bei der friedlichen Konfliktlösung im persönlichen oder beruflichen Bereich hilfreich sein.

Die GFK  in 4 einfachen Schritten:

  1. Situation wahrnehmen – ohne Bewertung und Deutung
  2. Gefühle ausdrücken – ohne Vorwurf
  3. Bedürfnis mitteilen – Was ich brauche
  4. Bitte / Wunsch äußern – konkret und handlungsorientiert

Dieser Prozess kann in beiden Richtungen angewandt werden: Selbsteinfühlung und Einfühlung in den anderen.

Im Vordergrund steht nicht, andere Menschen zu einem bestimmten Handeln zu bewegen, sondern eine wertschätzende Beziehung zu entwickeln, die langfristig mehr Kooperation und gemeinsame Kreativität im Zusammenleben ermöglicht.

4.  Klientenzentrierte Gesprächstherapie nach Carl R. Rogers

Ich kann nur in diesem Klima aufblühen und mich entfalten, wenn jemand versteht, wie mir zumute ist und wie mein Ich sich selber darstellt, ohne mich dabei zu analysieren oder zu beurteilen.”   (Carl R. Rogers)

Der “Personzentrierten Psychotherapie” – auch als “Klientenzentrierte Psychotherapie“ oder „Gesprächspsychotherapie (GT)“ bekannt – liegt die Überzeugung zugrunde, dass jeder Mensch die Tendenz und die Fähigkeit in sich trägt, sich konstruktiv zu entfalten und zu entwickeln.  Er entwickelt eigene Lösungen für seine Probleme und gestaltet konstuktiv seine Selbstaktualisierung.  Im Zentrum der Gesprächspsychotherapie steht die therapeutische Wertschätzung, Empathie und Kongruenz des Gesprächstherapeuten gegenüber dem Klienten.

Die Gesprächstherapie  nach Rogers zeichnet sich dadurch aus, das vom Therapeuten nichts in Frage gestellt, diskutiert oder interpretiert wird. Bei der Gesprächstherapie wird stattdessen Zeit und Ruhe gegeben, damit der Klient im Gespräch möglichst tief seine eigenen Emotionen  erkunden kann. Belastende Situationen z. B. am Arbeitsplatz,  ständige Frustration, Trennung, Scheidung oder Verlust können aufgearbeitet werden. Entstehende Gefühle werden dabei vom Gesprächstherapeut gespiegelt.

Die GT unterstützt den Klienten professionell und qualifiziert in schwierigen Veränderungs- und Orientierungsprozessen oder bei Problembewältigungen.

“Eine Atmosphäre des Akzeptierens, des Respekts und des tiefen Verstehens ist ein gutes Klima für persönliches Wachsen.“  Carl. R. Rogers

5.  Lösungsorientierte Kurzzeittherapie nach Steve de Shazer

Diese lösungsorientierte Kurzzeittherapie arbeitet vorwiegend an den Lösungsmöglichkeiten.

Jede Person verfügt über alle Ressourcen, die sie zur Lösung ihrer Probleme benötigt! Häufig jedoch können diese Ressourcen nicht wahrgenommen oder nicht genutztwerden. In dieser Methode geht es von vornherein weniger um die Analyse eines Problems, sondern vielmehr um die Konstruktion von für den Klienten passenden Lösungen. Diese bestehen darin, sich von bisherigen das Problem begünstigenden Verhaltensmustern zu lösen, indem der Klient sich in typischen Situationen anders verhält und hierdurch Veränderungen bei sich und bei anderen in Gang setzt.

Die Theorie der Kurzzeittherapie geht davon aus, daß auch in komplexen Situationen bereits kleine Veränderungen (im Verhalten des Klienten) zu einem Verbreitungseffekt führen, der weitreichende Veränderungen im Verhalten aller übrigen im System Beteiligten nach sich ziehen kann. Durch die Fokussierung auf die Fähigkeiten und Ressourcen des Klienten wird dieser dazu angehalten, seine Aufmerksamkeit vom Problem und der Annahme einer Unabänderlichkeit wegzuwenden und sich stattdessen zu vergegenwärtigen, dass er über autonome Möglichkeiten verfügt, die zu einer Lösung führen können.

6.  NLP – Neuro-Linguistische-Programmierung

NLP  ist ein psychologisches, lösungsorientiertes Kommunikationsmodell und Analyseinstrument, das zu Beginn der 70er Jahre mit Richard Bandler und Grinder nach dem genauen Studium der Arbeitsweisen  von Milton Erickson (Hypnosetherapeut), Virginia Satir (Familientherapeutin) und Fritz Perls (Gestalttherapeut) entstand und sich seitdem ständig weiterentwickelt hat.

  • N steht für Neuro…. und bezieht sich darauf, was wir mit unseren fünf Sinnen erleben:  sehen – hören – riechen – schmecken – fühlen. Aus der Umwelt dringen die Informationen, Signale und Reize in uns ein und werden neurologisch in unserem Gehirn und Nervensystem abgebildet, verarbeitet und gespeichert.
  • L steht für linguistisch…. und berücksichtigt den Aspekt der Sprache. Mit unserer Sprache codieren wir unsere Erfahrungen. Wir kommunizieren, erklären und ordnen unsere Welt durch Sprache.  Worte sind Brücken, die unsere innere Welt mit dem außen verbinden. Dazu gehören auch Symbole, Gestik und Mimik.
  • P steht für Programmieren…. und betrifft die Entwicklung individueller Verhaltensweisen, sog. „Verhaltensprogramme“, die jeder von uns entwickelt hat. Veränderungsprozesse werden durch zielgerichtete Strategien unterstützt.

        NLP

  • ist eine Methode, die die Erweiterung der inneren Erlebniswelt des Menschen ermöglicht,
  • stärkt wichtige Ressourcen für Ausdruck, erfolgreiche Kommunikation und persönliche Weiterentwicklung im Beruf und im privaten Leben,
  • geht davon aus, dass jeder Mensch alle Fähigkeiten in sich trägt, um seine Probleme zu lösen und seine Ziele gut zu erreichen.

Mit NLP können vorhandene Verhaltens- und Wahrnehmungsmuster analysiert und gewünschten Situationen neu angepasst werden. Neuro-Linguistisches Programmieren richtet seine Aufmerksamkeit auf das Nervensystem und auf die menschliche Sprache und darauf, wie durch das Zusammenwirken dieser beiden Systeme Menschen ihre “innere Wirklichkeiten” (Repräsentationen) entwickeln und diese wiederum als Voraussetzung für die Gestaltung von sozialen Prozessen und äußerer Realitäten nutzen.

7.  Provokative Therapie nach Frank Farrelly

Die Provokative Therapie bzw. der Provokative Stil sind Kurzzeittherapien und -beratungen. Die Provokative Therapie wird zur kognitiven Verhaltenstherapie gezählt, aber eigentlich handelt es sich um eine emotionale Verhaltenstherapie, denn der Ansatzpunkt ist die emotionale Energie, die in jedem Symptom steckt. Symptome aufrecht zu erhalten kostet Kraft. Die Triebfeder, die Symptome am Leben erhält, ist emotionale Energie.

Der Begriff “provokativ” wird im Sinne von “herauslocken, herausfordern” verstanden und keinesfalls im Sinne von “verletzen” oder “beleidigen”.

Farrelly stellte viele für unumstösslich gehaltene Therapieregeln auf den Kopf, machte das befreiende Lachen in der Therapie gesellschaftsfähig und zeigte, dass wirkungsvolle Therapie sowohl kurzweilig als auch kurz sein kann.

Wie der Name schon sagt, ist die Provokation – die Herausforderung – ein zentrales Element des Provokativen Stils. Der provokative Berater fordert den Klienten heraus, seine eingefahrenen Denk-, Fühl- und Verhaltensschienen zu verlassen und sich auf neues, ungewohntes Terrain zu wagen. Das funktioniert am besten, wenn man den Klienten dazu bringt, über sich selbst zu lachen. Das entspannt den Klienten, schwächt die emotionale Ladung des Symptoms und schafft so die Grundlage für Veränderungen.

8.  Visual Facilitating

  • ist eine neuartige Methode, die Informationen und innere Bilder visuell sichtbar macht
  • fördert besseres Verstehen und emotionale, tiefgründige und nachhaltige Erlebnisse
  • dokumentiert und verankert visuell den Prozessverlauf und das Ergebniss
  • gibt Konflikten eine kreative Ausdrucksform und macht Lösungen sichtbar

Visualisieren ist eine kraftvolle Methode, um die Aussage der dargestellten Inhalte zu verstärken. Sie veranschaulichen komplexe Sachverhalte, erleichtern den Zugang zu schwierigen Themen, motivieren und beschleunigen die Kommunikation.

9.  Voice Dialogue – Die Welt der inneren Stimmen

“Voice Dialogue” heißt übersetzt so viel wie “Dialog der Stimmen”. Gemeint sind die Stimmen in uns selbst. Der Dialog mit unseren inneren Stimmen ist eine faszinierende Reise in die Persönlichkeit, zugleich eine wirkungsvolle Gesprächsmethode.

Nach dem Ansatz des Voice Dialogue sind wir nämlich nicht nur eine Person, sondern haben über die Zeit in uns ganz verschiedene einzelne Personen ausgebildet. Diese inneren Personen kennenzulernen, ist ein faszinierendes Erlebnis und wir lernen auf diese Weise viel über uns selbst.

In unserem Kulturkreis sind die dominanten Stimmen oft solche wie „der Antreiber“, der uns nicht zur Ruhe kommen lässt. „der Kritiker“, für den wir unsere Sache nie gut genug machen. Ein „inneres Team“ von Hauptstimmen gibt uns Werte, Normen und Regeln vor – und verdrängt bestimmte Persönlichkeitsanteile mit entgegengesetzten Verhaltensweisen und Bedürfnissen. Mit Voice Dialogue besteht die Möglichkeit, die inneren Hauptstimmen bewusst wahrzunehmen, sich von ihnen zu lösen und den verdrängten Anteilen wieder mehr Raum zu geben.

Voice Dialogue

  • ist eine intensive Gesprächsmethode und betrachtet den ganzen Menschen in seinem Denken, Fühlen und Handeln
  • ermöglicht, unsere verschiedenen Teilpersönlichkeiten („innere Stimmen“/„inneres Team“) in uns wahrzunehmen, kennenzulernen und mit ihnen in Kontakt und ein Gespräch zu kommen
  • unterstützt den Prozess, um dann bewusster mit unseren Anteilen umzugehen, anstatt ihnen ausgeliefert zu sein
  • ist eine Methode, die sich in vielen Zusammenhängen anwenden lässt, wie z.B. im Beruf, im Privaten, im Coaching und auch zu therapeutischen Zwecken.

Das Ziel von Voice Dialogue ist es, ein bewusstes Ich zu entwickeln, das die Aufgabe hat, für innere Harmonie und Gleichgewicht zu sorgen, ähnlich dem Dirigent eines Orchesters, der all seine Musiker in ihrer Unterschiedlichkeit schätzt und sie je nach Musikstück und ihren Qualitäten einsetzt.